Königsklasse der digitalen Sprachassistenz: Google Duplex in den USA – Geil und Bescheuert zugleich!

Google Duplex nährt sich der Königsklasse der digitalen Sprachassistenz; dem führen von natürlichen Dialogen mit der Maschine.

Diese Funktion soll es möglich machen das der persönliche virtuelle Assistent z.B Google Assistant, einen Telefonanruf für seinen Nutzer erledigt. Hört sich spooky an oder? Solange der Mensch da nicht drann gewöhnt ist, ist es das wohl auch.

Eine solche Funktion macht durchaus Sinn, zumindest solange wie eine solche Funktion auch wirklich eine entsprechende Hilfe darstellt. Man sehe sich das folgende Video an…

Und? Eigentlich geil oder? Denkt man jedoch im zweiten Schritt darüber nach, wird man feststellen das zumindest dieser Anwendungsfall eigentlich auch beknackt ist und sogar ein wenig mehr Aufwand für den Nutzer bedeutet als die Reservierung einfach mal grade selbst vorzunehmen.

Sinn ergibt sich erst dann wieder, wenn der Anruf vom Restaurant nicht sofort angenommen wird, weil z.B die Leitung besetzt ständig besetzt ist. Dann wird Google Duplex wirklich zu einer Resverierungshilfe, weil der Nutzer nicht ständig dort immer wieder anrufen muss, sondern Google Duplex das übernimmt.

Anderseits… Wozu braucht es in einer vernetzten Welt für eine Reservierung übehaupt noch eine Telefon? Klar, immer dann wenn das z.B im Falle einer Reservierung das Restaurant keinen anderen Weg für die Reservierung anbietet. Dabei wäre es doch einfacher, schneller, direkter, wenn das Restaurant einfache eine Online-Schnittstelle anbieten würde über die Google Duplex oder welches Assistenzsystem auch immer, direkt die Reservierung klären könnte.

So fortschrittlich solche Dienste wie Google Duplex oder Sprachassistenten auch zu seinen scheinen, es ist eine Gradwanderung zwischen einer wirklichen Hilfe und totalem Unsinn. Geil und auch Gruselig anfühlen tut es sich in jedem Fall. Wir dürfen gespannt sein was da noch so kommt an tollen oder bescheuerten Ideen!

Robert C. Mendez im Podcast mit Gurvinder Singh aus Wien

Ich, Robert C. Mendez …war zu Besuch in Wien und durfte auf Gurvinders Meetup einen Vortrag zu Digitalen Sprachassistenten im Marketing halten. In diesem Rahmen wurde auch ein Podcast aufgezeichnet in dem Gurvinder Singh über zahlreiche Facetten Digitaler Sprachassistenten mit mir sprach und ich meinen Senf dazu abgeben durfte.

Ich mag Menschen bei denen ich das Gefühl habe neue Erfahrungen machen zu können die wertvoll sind. Mit Gurvinder habe ich einen jungen, erfrischenden Unternehmer kennengelernt, der auch mir alten Hasen noch oder wieder Einsichten und Gedanken mitgegeben hat, die mir neue Anstöße liefern, auch wenn es z.B nur das überdenken alter eingeschleifter Gedanken sind oder mir völlig fremde Ideen plötzlich in den Sinn kommen.

Wien ist immer eine Reise wert und ebenso habe ich mich sehr gefreut meinen Freund und ehemaligen Komilitonen Michael Herold wiederzusehen. Hab ich Freund gesagt? 😉

In jeden Fall dürfte es schon sehr klar sein, das Wien mich nicht zum letzten Mal gesehen hat und hoffe das Gurvinder und Michael dann auch wieder Zeit haben. In diesem Sinne, Danke Wien.. Danke Gurvinder und möge Smart Voice mit uns sein 😉

Expertengruppe und Forum: Marketing für Digitale Sprachassistenten

DAS Forum für Marketing über Digitale Sprachassistenten, von Experten, für Experten und die, die es werden wollen: https://www.xing.com/communities/groups/marketing-fuer-digitale-sprachassistenten-im-internet-of-voice-4107-1104089

Fühlt euch eingeladen!!!

Conversational ist nicht Voice

„Conversational“ (z.B Chatbots) ist eines der aktuellen Buzzwords der Digital- und vor allem Online-Marketing Branche und wird in der Regel im gleichen Atemzug wie Sprachassistenten genannt, was jedoch falscher nicht sein könnte. Als Folge wird die Entwicklung von „Voice“ mit der Entwicklung von Conversational gleichgezogen was im Anschluss eine völlige untaugliche Sprachschnittstelle ergibt. Aus Gründen…

1.) Niemand schreibt wie er spricht und niemand spricht wie er schreibt. Ergo: Geschriebenes ist nicht Gesprochenes!

2.) Chatbots erzeugen keinen Handlungsdruck, Sprachassistenten aber schon!

3.) Chatbots sind wenig bis garnicht emotional. Sprachassistenten sind wesentlich emotionaler, natürlicher, vertrauter, hürdenloser!

4.) Die Eingabegeschwindigkeit bei Sprache ist 3 bis 5 mal höher als per Tastatur.

5.) Ein Dialog per Tastatur verläuft viel langsamer, linearer und viel weniger chaotisch als ein Dialog per Stimme.

6.) Per Tastatur kürzt man ab, was man abkürzen kann. Das tut man per Sprache nicht. *lol*

7.) Ein Satz auf dem Bildschirm bleibt in seinem Kontext (= Historie/Verklauf) stets fix. Ein gesprochener Satz kann alleine durch eine andere Betonung einen gänzlich anderen Kontext bekommen. „Wir essen Opa!“ > „Wir essen, Opa!“

8.) „Conversational“ meint eine Sprache die es möglich macht den Nutzer zu verstehen, ihm aber nicht per Stimme zu antworten. „Voice“ meint eine Sprache die es möglich macht den Nutzer zu verstehen und ihm auch per Stimme zu antworten.

9.) Conversational setzt auf den Bildschirm und unnatürliche/angelernte Mediennutzung. Voice setzt auf natürliche Kommunikation.

10.) Conversational und Voice sind zwei völlig unterschiedliche Worte 😉 Eine Konversation kann man auch ohne eine Stimme führen. z.B nur durch Augenkontakt oder Gebärden.