Dialogmodellierung

Die Mensch-Maschine-Kommunikation erlebt derzeit einen großen Wandel. Wurden Sprachassistentzsysteme bisher eher als Diktier- oder Fahrassistenten verwendet, werden sie nun in Form von auf dem Internet basierenden Diensten, wie Amazon Alexa oder Google Assistant, in vielen Anwendungsfällen verwendet. Die Herausforderung eines digitalen Sprachassistenten besteht dabei darin, Dialoge mit der Maschine zu ermöglichen, die so klingen, als spreche man ganz natürlich mit einem Menschen. Zurzeit ist diese Voice User Experience nur sehr eingeschränkt möglich – häufig enden Dialoge nach nur einer Interaktion oder werden wegen Nichterkennens der Spracheingabe abgebrochen, weil ein Dialogmodell nicht oder nur sehr rudimentär ausgestaltet wurde. Das erzeugt Frust beim Nutzer und damit natürlich auch beim Anbieter.

Für smart klingende Dialoge mit der Maschine bedarf es einer feinfühligen Modellierung der Sprache, die die verschiedensten Szenarien der Mensch-Maschine-Kommunikation berücksichtigt und auf diese Weise eine natürliche Interaktion mit dem digitalen Sprachassistenten ermöglicht – angefangen vom erwarteten Nutzerverhalten bis hin zu unerwarteten Spracheingaben. Ein Dialogmodell kann nicht linear sein und ist mehr ein Kreis als nur eine Richtung.

Internet of Voice modelliert solche Dialoge mit den Methoden der Linguistik und mit dem Ziel, die Interaktion mit digitalen Sprachassistenten flexibler, umfangreicher und natürlicher zu gestalten. Es braucht wesentlich mehr als nur eine Programmierung des Voice-Server-Dienstes, um die Sprachschnittstelle zur Maschine menschenfreundlich und damit für den Nutzer gut anwendbar zu machen, ohne ihn zu frustrieren.

Das Ziel ist es, die bisher unnatürlich-formale Sprache und unnatürlich-erlernte Anwendung (mit entsprechend hohen Zugangshürden) moderner Medien wieder zurück zum Menschen zu bringen und die Nutzungshürden möglichst zu eliminieren. Die Möglichkeiten sind vielfältig und großartig!